Kunst. Macht. Arbeit. Bleibt aber oft ungesehen.
Deswegen machen wir sie sichtbar. Unter dem Motto Kunst = Arbeit laden wir am 17. Oktober 2026 von 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr zu einer Ausstellung unsichtbarer Arbeit in der Küche der Semmelweisklinik ein. Eine interaktive Installation, die Kultur-Arbeit interdisziplinär sichtbar macht und Kulturarbeitenden eine solidarische Vernetzungsmöglichkeit bietet.
Was? Wann? Wo?
Interaktive Ausstellung zum Thema Kunst als Arbeit
17.10.2026, 11:00 Uhr bis 21:00 Uhr
Semmelweisklinik, Hockegasse 37, Haus 4, Küche
Austauschformate zu Themen: Prekariat, Fair Pay, Klassismus uvm.
Eintritt auf Spendenbasis
Snacks und Getränke vor Ort erhältlich
Programm
Offenes Atelier mit Saft und Kuchen:
11:00-14:00 Uhr
Sprecht mit den Kulturarbeitenden und erweitert die dargestellten Perspektiven um eigene Erfahrungen oder Fragen!
Austauschrunden:
Jeweils 14.00-17:00 Uhr
Es arbeitet sich hart im Prekariat – Fokusgruppe mit Vienna Club Commission
Treffpunkt Bar (Achtung nur bis 16:30 Uhr)
The Way to Fair Pay – Was bringt es, was braucht es?
Treffpunkt Aurelias Diaprojektor
Kunst Kostet – Welche (klassistischen) Hürden begegnen uns in der Kulturarbeit?
Treffpunkt “Ich denke, also arbeite ich”
Und Außerdem…! – Platz für eure Themen, Fragen, Tipps & Tricks!
Treffpunkt “Chat room”
Open Bar:
Ab 17:00 Uhr
Präsentation aus den Austausch-Runden
18:30 Uhr
Performance: “In 5 Minuten”
von Auf den Punkt Kulturverein, Konzept Florian Wischenbart
19:00 Uhr (Nacheinlass jederzeit möglich)
Ende: 21:00 Uhr
Bei Kunst=Arbeit stellen aus:
Neun Positionen aus Theater, Bildender Kunst, Fotografie und Journalismus geben Gelegenheit zum Diskutieren, Mitmachen und Weiterdenken. Die Exponate können um eigene Perspektiven erweitert werden, bei Saft und Kuchen kann man mit den Mitwirkenden ins Gespräch zu kommen. Die Bar ist ab 17:00 Uhr geöffnet und lädt zu weiterem Austausch ein.
Aurelia Theodora Mohl, Multimedia
österreichische Multimediakünstlerin, Eventmanagerin und Gründerin der Marke Murdertrain Productions, beschäftigt sich mit der Schnittstelle von analogen und digitalen Medien. Aktive Plattformen für zeitgenössische Kunst und inklusive Kulturarbeit im regionalen Raum sichtbar zu machen, sind ihr besonders wichtig. Bei Kunst=Arbeit will sie die Nebenprodukte künstlerischer Arbeit durch eine Diaprojektion sichtbar machen.
Susangela Saracino, Transdisziplinär
transdisziplinäre Künstlerin italienischer Herkunft mit Lebensmittelpunkt in Wien. In ihrer künstlerischen Praxis verwebt sie Materialien, Räume und ungezählte Geschichten zu lebendigen Narrativen, erstellt ein intimes Archiv. Für Kunst=Arbeit in der Semmelweisklinik bringt sie die partizipative Installation „The Common Weight“ mit. Besucher*innen und Kulturarbeiter*innen sind eingeladen, ihren „unsichtbaren Müll“ – wie Frustrationen, abgelehnte Anträge oder unbezahlte To-Do-Listen – aufzuschreiben und in die Struktur einzuweben.
Nataliia Serebriakova, Journalismus
in Berlin lebende ukrainische Filmkritikerin, die für Korydor, DTF Magazine, SKVOT, Cineuropa, DMovies, FilmInk, Kinas und Cargo schreibt. Sie kuratierte 2018 die Kyiv Critics’ Week, ist Mitglied der Ukrainischen Filmkritiker*innen-Union und arbeitet seit 2022 als Programmmanagerin des Scanorama Filmfestivals. Außerdem kuratierte sie die Ukrainian Days in der Cinémathèque Française. Sie ist Golden-Globe-Wählerin (2024–2026) und Mitglied der FIPRESCI. Diese Erfahrungen bringt sie in ihrer ersten Installation zusammen.
Christiane Spatt, Fotografie
in Innsbruck geboren, lebt und arbeitet in Wien. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Malerei, Fotografie, Collage und Installation. Im Mittelpunkt ihres Werks stehen Fragen nach Wahrnehmung, Erinnerung und der Konstruktion von Wirklichkeit. Bei Kunst=Arbeit zeigt sie ihre Arbeit „backstage“, für die sie eine Serie von Fotos aus dem Entstehungsprozess ihrer inszenierten Selbstportraits ausstellt, die bisher verborgen blieben.
Florian Wischenbart, Theater
Florian ist Mitglied bei Auf den Punkt Kulturverein – wo junge Kunst auf die Bühne kommt. Ihr Ziel ist es, Kultur lebendig, zugänglich und inspirierend zu gestalten. Bei Kunst=Arbeit wird die Performance „In fünf Minuten“ zeigen, was passiert, wenn die Arbeit rund um die Kunst immer mehr Raum einnimmt – und das, wofür man eigentlich hier ist, ständig noch ein bisschen warten muss.
Forough Yeganeh & Katia Koohestani, Bildende Kunst
zeigen eine Installation aus Malerei und Videoart, in der jede Schicht von Zerstörung und Neuanfang erzählt. Forough Yeganeh kommt aus dem Iran und arbeitet als Künstlerin in Wien. Hinter ihrer Kunst, Malerei, Fotografie stehen viele Stunden des Suchens, Zweifelns und Arbeitens. Katia Koohestani ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die ihre Arbeiten unter anderem im Bereich der Video Art mit ihrer Praxis in der Wissenschaft verbindet.
Ute Zaunbauer, Skultpuren
Ute Zaunbauers Arbeiten bewegen sich an einer Schnittstelle von Psychologie und Kunst. Sie interessiert sich vornehmlich für den Menschen, sein Tun, sein Wollen, sein Denken und Fühlen. Dabei arbeitet sie hauptsächlich mit Textil und weichen Materialien, kombiniert dies jedoch je nach Bedarf mit anderen Materialien, immer mit Betonung auf Wiederverwertung.
Yola Eröd Michelle Pavonić & Mimi King, Transdisziplinär
Die ZeKo, also die “zentrale Kohärenz”, zusammengesetzt aus Yola Eröd, Michelle Pavonić & Mimi King, ist für die ehrenamtliche Verwaltung und allgemeine Projektorganisation des g.o.l.f. Klubs (Verein für interdisziplinäre Kunst und Kulturvermittlung) zuständig. Ausgehend von der gemeinsamen Whatsappgruppe, gestalten sie eine immersive Installation, die den Charakter des Chats als Ort für Produktivität und Ruhepol zugleich widerspiegelt. Unsichtbare Arbeit, Frustration, aber auch Freundschaft, Trost und Unterstützung werden in ihrem physischen Environment als zentrale Elemente des Group-Chats erlebbar.
Nadine Zwingel, kollaborative Kunst
verbindet Erfahrungen aus verschiedenen Kulturbetrieben und wiederkehrende Muster von unter anderem geschlechtsspezifischen Machtverhältnissen. Dabei sind ihr besonders die übergreifenden Systeme wichtig, weshalb sie das Publikum zur Partizipation an ihrer Installation einlädt. “Was passiert, wenn Arbeit selbstverständlich wird und gerade dadurch unsichtbar bleibt?”
Wie kannst du dich einbringen?
Du kannst unser Projekt mit Materialien, Ressourcen und Zeit unterstützen? Hilfe beim Abbau, bei der Bar oder durch das Teilen und Verbreiten unserer Veranstaltung sind herzlich willkommen! Du kannst Inputs zu den Austauschformaten liefern? Dann melde dich bei uns und komm am 17. Oktober vorbei!
Team
©Foto: Jörg Metzner
Joanna Mandalian
Theatervermittlung – politische Bildung – Kulturmanagement
“Neben einer gerechten Bezahlung sind mir Zugang und Teilhabe besonders wichtig. Dafür setze ich mich in meinen Theaterprojekten von und mit Kindern, Jugendlichen, Senior*innen und be_hinderten Menschen ein”
©Foto: Barbara Hellmich
Johanna Hellmich
Koordination – Jugendarbeit und Theaterexperimente – Kulturvermittlung
“Kunst und Kultur sollte offen und zugänglich sein, für alle die bereits Teil davon sind und werden wollen”
Anja Bačovský
Fotografie – Multimedia Design – Kulturmanagement
“Wir müssen uns für unsere Rechte stark machen, weil es um unsere Zeit und unsere Arbeitskraft geht”
Wir danken für die Unterstützung